PEPPOL bedeutet für Pan-European Public Procurement OnLine. Es handelt sich um eine Reihe von Strukturen und Funktionen, die grenzüberschreitendes eBeschaffung ermöglichen.

Ziel ist es, durch offene Standards einen vollelektronisch unterstützten öffentlichen Beschaffungs-und Vergabeprozess (öffentliche eAusschreibung) zu beschleunigen und Kosten zu sparen. PEPPOL bietet eine Reihe von technischen Funktionen, die in ePurchase-Lösungen und eCommerce-Austauschdiensten implementiert werden können. Eine multilaterale Transaktion regelt die Nutzung der PEPPOL-Struktur, die sich im Besitz von OpenPeppol befindet und von ihr verwaltet wird.

Das PEPPOL-Netzwerk zum Austausch von UBL-Dokumenten wird als „4-Corner-Modell“ bezeichnet und besteht aus:

1 Kanal,

2.Transmitter-Zugangspunkt,

3.Empfänger-Zugangspunkt und

4.Empfänger.

In diesem Zusammenhang bietet Peppol:

– Marktaktivierung für interoperable eBeschaffung-Lösungen

– Standardbasierte Interoperabilität von Geschäftsprozessen

– Peppol eDelivery Network und Peppol TIA, die die technische und rechtliche Grundlage der Interoperabilität bilden

– Vereinfachung und Verbesserung des Rekrutierungsprozesses für Einkäufer und Lieferanten, die im eCommerce tätig werden möchten

Peppol-Komponenten

Peppol basiert auf drei Standbeine:

  1. Netzwerk (PeppoleDelivery-Netzwerk).
  2. Dokumentspezifikationen (Peppol BusinessInteroperabilitySpecifications ‚BIS‘)
  3. Gesetzlicher Rahmen zur Definition der Netzwerk-Governance(Peppol Transport Infrastructure Agreements – TIA)

Peppol Internationale Rechnung (PINT)

Basierend auf bestehenden Definitionen/Standards für die eRechnungsstellung im Peppol-Netzwerk. Mit dem Peppol-BIS-Invoicing 3.0-Standard und seinen länderspezifischen Spezifikationen, beispielsweise Australien und Neuseeland, wurde ein neues Konzept für einen definierten Standard für eRechnungen im Peppol-Netzwerk geschaffen. Ausgangspunkt für diese Rechnungen ist ein von der Europäischen Union definiertes Kernrechnungskonzept. Es ist eine Erweiterung von Peppol-BIS-Invoicing 3.0, die die Abrechnungsanforderungen in Ländern abdeckt. Peppol-Standards werden den Namen „Peppol International Invoice“ (PINT) enthalten.

Das PINT-Konzept beinhaltet nicht nur die Definition des Dokumentenstandards, sondern auch eine konzeptionelle/technische Erweiterung, die die Spezifikation vereinfacht, welche Dokumententypen empfangen werden können. Mit der neuen Definition wird es möglich sein, die Definition im Sinne eines „Wildcards“ vorzunehmen, so dass jeder empfangen werden kann, der den spezifizierten Dokumententyp einhält.